Stationäre Hospizarbeit und ehrenamtlicher Hospizdienst
Stationäre Hospizarbeit

Hospiz »Regine-Hildebrandt-Haus«



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Die Hospizidee


Hospize haben eine lange Tradition in der Menschheitsgeschichte. So handelte es sich in den früheren Jahrhunderten um von Mönchen betriebene Übernachtungsherbergen, die den Reisenden in unwegsamen Gegenden oder an viel besuchten Wallfahrtsstätten Rast, Schutz und Übernachtungsmöglichkeit boten, – jedoch auch Pflege und Betreuung bei Krankheit der fremden
Gäste. Damit wird schon in der Überlieferung die Spannbreite der Hospizidee deutlich. Sie zielt nämlich nicht in erster Linie auf ein »Haus«, in das Menschen aufgenommen werden, sondern auf die Grundhaltung von Begleitung und Hilfe.

Heute wenden sich Hospizgruppen unheilbar kranken, sterbenden Menschen und ihren Angehörigen zu. Sie werden dabei geleitet von der Grundüberzeugung, dass jedem Menschen, auch dem leidenden und sterbenden Menschen, bedingungslose und uneingeschränkte Menschenwürde zusteht.

Unser stationäres Hospiz »Regine-Hildebrandt-Haus«


Unser stationäres Hospiz bietet schwerkranken und sterbenden Menschen den Raum für ein würdevolles Leben mit ihrer Krankheit. Es ist ein Ort des Lebens am Lebensende und ein Ort des Abschieds.
Die Pflege erfolgt individuell, immer den Wünschen und Bedürfnissen unserer Gäste entsprechend. Schmerz kann alle Sinneswahrnehmungen unmöglich machen; deshalb gehört es zu den ganz besonders wichtigen Aufgaben des Hospizes, dem Gast durch lindernde Behandlung von Schmerzen ein hohes Maß an Schmerzfreiheit zu ermöglichen.
Die ärztliche Behandlung bleibt, wenn möglich, in den Händen des bisherigen Hausarztes. Bei Bedarf stehen ihnen niedergelassene Ärzte aus der näheren Umgebung zur Verfügung.
Ein hochqualifiziertes Pflege- und Betreuungsteam begleitet die Hospizgäste rund um die Uhr. Es wird viel Wert darauf gelegt, dass der Tagesablauf in Absprache mit unseren Gästen erfolgt und ihre individuellen Wünsche berücksichtigt werden.

Das Haus – ein geschützter Ort


Unser Haus liegt in einem ruhigen Stadtteil von Frankfurt (Oder), es verfügt über eine sehr freundliche und wohnliche Atmosphäre. Die dreizehn Einzelzimmer sind mit eigener Dusche und WC ausgestattet. Das Mitbringen eigener kleiner Möbel, Bilder und persönlicher Gegenstände wird grundsätzlich begrüßt. Wenn es gewünscht wird, können Angehörige oder Freunde mit im Zimmer übernachten. Es ist uns wichtig, dass sich unsere Gäste angenommen und behütet fühlen; wir sprechen deshalb auch nicht von Patienten.

...kostbare Zeit


Innerhalb der letzten Jahre haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe gegen Null sinkt, wenn die Schmerztherapie für weitestgehende Symptomfreiheit sorgt und immer jemand da ist, wenn Begleitung gewünscht wird. Wir erleben es oft, dass letzte Tage eine kostbare Zeit werden. Zeit, um Offenes zu klären, Frieden zu finden und häufig auch, um den Angehörigen die Möglichkeit zu geben, daran teil zu haben. Wir wissen aus Erfahrung im Hospiz, wie wertvoll diese letzte Lebensphase sein kann.